RL GF: Gut gespielt, zu hoch verloren

Am 2. Advent (6.12.2015) fand in der Max-Schmeling Halle der 6. Spieltag der FVBB Regionalliga Großfeld statt. Für die Spielgemeinschaft Floorball Nordost (FNO) stand dabei ein Duell mit der zweiten Mannschaft von BAT Berlin auf dem Programm. Die Spiele der Regionalliga bildeten den Rahmen für die Bundesliga-Partie von BAT Berlin gegen die Floor Fighters Chemnitz (Ergebnis 6:7). Dank dieser geschickten Ansetzung konnte sich FNO beim Spiel nach dem Bundesliga-Match über zahlreiche Zuschauer freuen – und diesen sollte ein ansehnliches Spiel geboten werden…

Beide Teams starteten konzentriert in eine zunächst ausgeglichene Partie. Während BAT Berlin früh versuchte offensive Akzente zu setzen, wollte FNO über eine stabile Defensive ins Spiel finden und einen frühen Rückstand vermeiden. Das funktionierte sehr gut, da durch gutes Stellungsspiel viele Schussversuche schon früh geblockt wurden und gar keinen Weg in die Nähe des Tores von Felix Okun fanden. Mit zunehmender Spielsicherheit brachte FNO nun auch den Ball vor das Tor von BAT, wo Merle Richter schon nach 3 Minuten ein schönes Anspiel von Thorben Schreiber zur etwas überraschenden 1:0 Führung für FNO verwandelte. Leider währte die Freude darüber nicht lange, da bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff ein Schuss von BAT unglücklich abgefälscht im Tor von FNO zum 1:1 einschlug. Doch FNO blieb weiter konzentriert und konnte durch Tore von Michael Frank und Aleksi Salo nach 8 Minuten wieder mit 3:1 in Führung gehen. BAT tat sich gegen die konzentrierte Defensive von FNO weiterhin schwer damit, klare Chancen herauszuarbeiten, konnte aber kurz vor der Pause zwei Fehler von FNO zum erneuten 3:3 Ausgleich nutzen. Nach diesem turbulenten Drittel ging das Team von FNO mit gemischten Gefühlen in die Kabine. War hier noch mehr zu holen? Immerhin war ein weiteres Tor von FNO nur durch einen umstrittenen Pfiff wegen hohem Stock aberkannt worden.

Auch nach dem Seitenwechsel gelang es FNO, das Spiel defensiv zu kontrollieren und nach vorne Akzente zu setzen. Nach 6 Minuten konnte BAT eine Torchance nur noch mit einer Notbremse stoppen: Strafstoss! Leider scheiterte Aleksi Salo’s knapp an BAT Goalie Jonas Bestgen und das nachfolgende Überzahlspiel verlief zu unorganisiert, um mit einem Tor belohnt zu werden. Stattdessen nutzte BAT Veteran Jan Kratochvil nach 9 Minuten eine Gelegenheit zur 3:4 Führung. Kurz darauf hatte FNO nach zwei Strafzeiten gegen BAT in fast 4 Minuten Überzahl die große Chance, den Spielstand wieder zu drehen. Doch gegen die Routine und Ballsicherheit der BAT Spieler (z.T. mit Bundesliga-Erfahrung) gelang es erneut nicht, ein Powerplay-Spiel aufzuziehen und Torchancen zu erarbeiten. Enttäuscht über diese verpasste Gelegenheit baute FNO nun auch defensiv etwas ab, was von BAT schnell durch zwei relativ einfach herausgespielte Gegentore bestraft wurde (3:6 nach 16 Minuten). Zwei Minuten vor Drittelende gelang es zwar Jan Brandt aus spitzem Winkel zum 4:6 zu verkürzen, aber bereits eine Minute später wurde dieser kleine Erfolg von BAT wieder egalisiert. So ging es mit dem Spielstand 4:7 in die zweite Pause.

FNO kam zum letzten Drittel mit frischer Energie aus der Kabine: Zunächst konnte (nach einer überraschenden Strafe gegen Sebastian Röhr) eine Überzahl von BAT ohne Gegentor überstanden werden. Dann hatte FNO erneut die Chance, das eigene Spiel in Überzahl zu trainieren: Diesmal gelang es wesentlich besser den Ball kontrolliert zu bewegen und sich Torchancen zu erarbeiten – doch ein Torerfolg wollte sich nicht einstellen. Bei nachlassenden Kräften und sinkender Moral überließ man im Anschluss dem Gegner zunehmend das Spiel. Gegen eine immer löchriger werdende Verteidigung spielte sich BAT nun in einen regelrechten Torrausch und konnte mit schönen Kombinationen noch vier weitere Tore erzielen. Am Ende lautete das Ergebnis 4:11 aus Sicht von FNO – ein Spielstand, der über den tatsächlichen Verlauf der Partie etwas hinwegtäuscht. FNO kann durchaus zufrieden mit der eigenen Leistung in der ersten Spielhälfte sein und sich auf ein ähnlich spannendes Rückspiel freuen – dann hoffentlich mit einem besseren Endergebnis.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder vom Spiel:

 

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