RL GF: Trotz Niederlage den Playoffs näher

Das Fernduell um die Playoffs in der FVBB Regionalliga Großfeld zwischen der SG Floorball Nordost (FNO) und dem Berliner Floorball Klub (BFK) ging am vergangenen Wochenende (Samstag, 09.04.2016) in seine vorletzte Runde. Während der BFK unbedingt einen Sieg brauchte, um sich noch an FNO vorbei zu bugsieren, ist die Lage für die Nordostler etwas entspannter. Punkte sind nicht zwingend nötig, solange der BFK keine Siege holt. Noch besser wäre aber eine Qualifikation aus eigener Kraft, so dass man nicht immer auf die Ergebnisse der Anderen schielen muss.

Beide Teams hatten an diesem 11. Spieltag der Saison 2015/2016 allerdings große Gegner: Der Gastgeber BFK trat gegen den Tabellenführer  Floorball Turtles Berlin an und trotz starken Spiels verloren die Hellersdorfer am Ende mit 2:5. Demnach konnte FNO mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten BAT Berlin II aus Tempelhof die Qualifikation sicher machen. Doch daraus sollte nichts werden und somit ist die Entscheidung um die endgültigen Tabellenplatzierungen auf den letzten Spieltag vertagt. Dann spielt der BFK gegen das Floorball Team Charlottenburg und FNO tritt gegen den Tabellenletzten aus Potsdam an. Doch der Reihe nach…

Das Team von BAT II, welches in der nächsten Saison versuchen wird, in der zweiten Bundesliga Fuß zu fassen, spielte von Anfang an aggressives Floorball mit hoher Geschwindigkeit und starkem Forechecking. Dabei agierten die Tempelhofer oft an der Grenze des Regelkonformen, was den grundsätzlich guten Schiedsrichtern das Leben nicht einfach machen und den Spielverlauf auch zunehmend zerfahren gestalten sollte. Viel Bewegung, Ballsicherheit und Aggressivität – damit kam FNO überhaupt nicht gut zurecht. Das FNO abermals in völlig neuer Konstellation spielen musste (unter anderem waren nur zwei nominelle Verteidiger anwesend) erschwerte die Situation zusätzlich. Es gab in allen Bereichen Abstimmungsprobleme, die besonders im ersten Drittel auch zu drei verdienten Treffern seitens der Tempelhofer führten. Ein Gegentor fiel dabei in Unterzahl, wo genau diese Abstimmungsprobleme offensichtlich wurden und ganz plötzlich ein BAT’ler frei vor dem Kasten des erneut stark aufspielenden Goalies Timm Krüger stand. Ein nicht unterbundener Querpass reichte und der Ball lag unbedrängt im Netz. Mit 0:3 ging es in die Drittelpause und seitens FNO lässt sich behaupten, dass man mit dem Spielstand sogar zufrieden sein konnte.

Mit Beginn des zweiten Drittels änderte sich das Spiel allerdings deutlich. FNO fand gerade in der Defensive besser ins Spiel und die Abstimmungsprobleme verringerten sich, während BAT II deutlich einbrach. Ob dies konditionelle oder taktische Gründe hatte, werden wohl nur die Tempelhofer selber wissen, doch war gerade das Forechecking weitaus weniger effektiv und aggressiv und auch die Qualität und Quantität an herausgespielten Chancen verringerte sich. Nach wie vor war es zwar kein wirkliches Spiel auf Augenhöhe, da BAT II technisch und taktisch FNO selbstverständlich immer noch überlegen war, doch im Gegensatz zum ersten Drittel hatte man nun das Gefühl, dass etwas Glück zugunsten der Nordostler das Spiel noch einmal drehen könnte. So kam FNO auch zu mehr Abschlüssen in der gegnerischen Hälfte, doch auch ein Powerplay führte nicht zum ersehnten ersten Treffer. Das gegnerische Aluminium und der Torhüter von BAT II verhinderten einen eigentlich verdienten Torerfolg.

Auch das letzte Drittel gestaltete sich überraschend offen und sollte einen negativen Höhepunkt beinhalten. Zunächst musste BAT II allerdings aufgrund eines Handspiels in Unterzahl antreten, was dann auch endlich zu einem Treffer für FNO führte. Thorben Schreiber, Topscorer der Nordostler, netzte nach einem Pass hinterm Tor von Kapitän Jan Brandt zum verdienten 1:3 ein. Die Logik des knappen Ergebnisses führte nun dazu, dass das Spiel zunehmend konfuser und umkämpfter wurde. Dabei kam es zur Mitte des Drittels zu einem Foul von Jöran Keßler, welches auch völlig zu Recht mit einer Strafe geahndet wurde. Sebastian Piegert, seines Zeichens in der Situation Gegenspieler Keßlers und bisher im Spiel auch nicht unbedingt unauffällig, ließ wenig nette Worte Richtung Keßler fallen, was eine rote Karte zur Folge hatte. Aus dem Spielbericht von BAT II lässt sich entnehmen, dass sich Piegert bei der Situation verletzt hat (ob leicht oder schwer steht dort nicht), was definitiv eine unschöne Folge ist. Verletzungen sind bei allem sportlichen Ehrgeiz nie gewollt, daher wünscht FNO gute Besserung! Das Spiel sollte natürlich weitergehen, verlor allerdings etwas an Fahrt. Ein paar Chancen hüben wie drüben änderten am Spielstand leider nichts mehr, sodass am Ende ein recht knappes 1:3 aus Sicht von FNO stand. BAT II fuhr einen verdienten, aber hart umkämpften Sieg ein, und für FNO geht der Kampf um die Playoffs am 23.04.2016 gegen den SC Potsdam in eine letzte Runde.

Spielbericht: Sebastian Röhr
Fotos: Julia Sodtke

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